Die Rhizarthrose ist eine der häufigsten Verschleißerkrankungen der Hand. Dabei kommt es zu einem fortschreitenden Knorpelabbau im Daumensattelgelenk, das für die Beweglichkeit und Greiffunktion des Daumens von entscheidender Bedeutung ist. Besonders häufig sind Frauen ab dem mittleren Lebensalter betroffen, grundsätzlich kann die Erkrankung jedoch jeden treffen.
Typische Beschwerden sind Schmerzen an der Daumenbasis, insbesondere beim Greifen, Öffnen von Schraubverschlüssen, Tragen von Gegenständen oder bei Drehbewegungen. Im weiteren Verlauf können Kraftverlust, Bewegungseinschränkungen und sichtbare Fehlstellungen des Daumens auftreten. Viele Betroffene bemerken, dass alltägliche Tätigkeiten zunehmend schwerfallen und die Handfunktion deutlich eingeschränkt ist.
In frühen Stadien können konservative Maßnahmen wie spezielle Schienen, Physiotherapie, entzündungshemmende Medikamente oder gezielte Infiltrationen die Beschwerden lindern. Reichen diese Behandlungen nicht mehr aus oder ist der Gelenkverschleiß bereits weit fortgeschritten, kann eine operative Therapie sinnvoll sein.
Ziel der handchirurgischen Behandlung ist es, Schmerzen dauerhaft zu reduzieren, die Beweglichkeit des Daumens zu erhalten oder wiederherzustellen und die Greifkraft der Hand zu verbessern. Moderne Operationsverfahren ermöglichen in vielen Fällen eine deutliche Steigerung der Handfunktion und damit eine spürbare Verbesserung der Lebensqualität. Welche Behandlung im Einzelfall die beste ist, richtet sich nach dem Ausmaß der Arthrose, den Beschwerden und den individuellen Anforderungen der Patientin oder des Patienten.